©2019 Alejandro Picó-Leonís

REVIEWS

WIEN/ EHRBARSAAL: LIEDERABEND MANUEL WALSER / ALEJANDRO PICÓ-LEONÍS

„Der junge Bariton aus der Schweiz erwies sich als erstklassiger Liedsänger. Das klug aufgebaute Programm begann mit dem Zyklus „Songs of Travel“ von Ralph Vaughan Williams (1872 – 1958) mit Texten von Robert Louis Stevenson. Die lyrisch romantischen Lieder wurden in englischer Sprache mit großartiger Diktion vorgetragen. Darauf folgte der „Liederkreis Op. 39“ von Robert Schumann (1810 – 1856) nach Texten von Joseph von Eichendorff. Auch hier bestach der junge Künstler mit bestechend guter Aussprache. Man verstand jedes Wort, so dass man den hervorragend schönen musikalischen Vortrag voll genießen konnte.

Nach der Pause kam die Krönung mit Kompositionen von Richard Strauss (1864 – 1949). Es begann mit der „Winternacht“ Prosa von Adolph Friedrich von Schack und darauf folgten acht Lieder aus „Letzte Blätter“ Op.10, Dichtungen von Hermann von Gilm, Heinrich Hart und John Henry Mackay. Auch hier konnte Manuel Walser sein Können unter Beweis stellen. Die großen Lehrer Brigitte Fassbaender und  Thomas Quasthoff sind nicht zu überhören.

Auch wie sich der Künstler präsentiert, korrekt gekleidet und mit viel positiver Ausstrahlung,  trug zur Festlichkeit und zum Gelingen des Abends bei.          

Am Flügel begleitete Alejandro Pico – Leonis höchst musikalisch und einfühlsam. Ein großartiger Pianist der sich voll dem Sänger anpasst, nicht aber unterwirft.

Manuel Walser ist an der Wiener Staatsoper im Ensemble und ist an vielen Abenden eben dort in noch eher kleineren Rollen zu erleben.

Als Liedsänger ist er am besten Weg zur einer hoffentlich internationalen Karriere."

DER NEUE MERKER / März 2017

Elena Habermann

WAS MIR AUS DER VOLLEN BRUST
OHNE KUNSTGEPRÄNG ERKLUNGEN...
„Im Beethoven-Saal Heiligenstadt wurde damit der erste Liederzyklus der Musikgeschichte und der einzige dieses Komponisten zum beeindruckenden Erlebnis. Nicht nur die Stimme von Peter Edelmann, vielmehr das Zusammenwirken mit dem spanischen Pianisten Pico-Leonis ließen die Zuhörer in die romantische Bilderwelt von Gedichten wie „Auf dem Hügel sitz ich spähend“ oder „Es kehret der Maien, es blühet die Au“ genussvoll eintauchen und versinken... Allein der Vers „Was mir aus der vollen Brust Ohne Kunstgepräng erklungen“ nimmt sich wie das Programm aus, das Beethoven im letzten Lied diesem Zyklus mit „Nimm sie hin denn, diese Lieder“ überschrieben hat und das von Peter Edelmann getreulich beherzigt wird.”

KULTUR UND WEIN MAGAZIN January/2015

„Vom Pianisten am Bösendorfer-Flügel mit seinem warmen, weichen Klang jederzeit nicht nur pflichtgemäß unterstützt, sondern in beinah orchestraler Klangfülle und -schönheit getragen, war immer die rechte Stimmungsbasis gegeben...Großartig, wie der Pianist in der „Stadt“ nach dem ff-Ausklang der Singstimme („das Liebste verlor“) das Nachspiel zu einem pp decrescendierte, das alle Wege offen ließ. Ebenso der ppp-Schluss von „Am Meer“ und „Der Doppelgänger“. Da zeigte sich, wie bei fast allen von Schubert vertonten Heine-Liedern, was für eine zusätzliche Dimension die Musik einbringt.”

DER NEUE MERKER Februar/2015 Sieglinde Pfabigan

SUPERSONIC AWARD OEHMS CLASSICS CD (OC797)

WAS FÜR EIN TALENT!
Phänomenal! Der spanische Pianist Alejandro Picó-Leonís startet sein Programm mit einer der anspruchsvollsten Fantasien von W. A. Mozart, in c-Moll KV 475, und lässt die ebenfalls sehr bedeutende c-Moll Sonate KV 457 folgen. Alejandro Picó-Leonís spielt beide Werke mit sehr eindringlichen Phrasierungen, bringt die Musik durch kunstvoll verzierte Melodien zum Aufblühen und lotet das ganze Farbenspektrum sowie die Ausdrucksmöglichkeiten, die die Musik bietet, maximal aus. So ernsthaf und doch so schön, so tiefgründig und doch so natürlich leicht haben wir Mozart in der letzten Zeit nicht gehört.

Bei Beethoven hat sich der spanische Pianist dann für die Tonart Dur entschieden und zwar für die Sonate Nr. 21 in C-Dur, die 'Waldstein'-Sonate. Picó-Leonís spielt das Werk mit Klangfülle und kraftvollem Anschlag, ohne die Musik dabei allerdings zu überstrapazieren. Wie schon bei Mozart stellt sich auch in der Waldstein-Sonate eine spontane Natürlichkeit ein, die das Werk immer in einem gesunden Gleichgewicht hält. Für den Pianisten scheint erst einmal der musikalische Rahmen wichtig zu sein: Die Linien bleiben klar, die Architektur wird in jedem Moment berücksichtigt, das Klangbild ist transparent. Erst daraufhin lässt Picó-Leonís seiner Spielfreude freien Lauf und taucht mit seiner intelligenten Spielweise tief in die Musik Beethovens ein. Spieltechnisch ist Alejandro Picó-Leonís brillant. Hinzu kommen ein präsentes und klangvoluminöses Instrument und eine exzellente Aufnahmetechnik. Was für ein Talent, was für ein musikalisches Ereignis!

PIZZICATO September/2012

"Spanish pianist Alejandro Picó-Leonís signed with the Oehms label in 2011, released the album Variations, and quickly followed it up with this ambitious release. It's ambitious inasmuch as there are countless recordings of the main works on the program, the Mozart Piano Sonata in C minor, K. 457, paired as usual with the Fantasia in C minor, K. 475, and Beethoven's Piano Sonata No. 21 in C major, Op. 53 ("Waldstein"). Picó-Leonís delivers distinctive, compelling readings that run counter to those of his contemporaries. Essentially Picó-Leonís gives himself a great deal of space and fills it up with small lyrical details. He does not indulge in many tempo fluctuations, except at a very small scale, and his readings could in general be characterized as sober. But they are also completely fresh, and that's a very appealing combination. Consider the "Waldstein" finale, where the general trend has been to emphasize the work's unprecedented virtuosity and pianism. At Picó-Leonís' deliberate tempo, the two-octave C major scale the accompanies the main theme's recurrences become not virtuosic flourishes but Schumann-like revelations of inner ecstasy. It's the same way throughout, as Picó-Leonís picks the music apart with carefully molded textures and inventive insights. The harmonic palette of the Mozart works is rendered in full, and the absolutely limpid Andante Favori, WoO 54 (the original middle movement of the "Waldstein"), is an entrancing encore. If there's a complaint, it's that the massive edifice Picó-Leonís builds teeters a bit in the passagework in the later stages of the "Waldstein" finale, but this makes one eager indeed to hear more from this artist in the field of the abstract masterpieces of the 19th century."

AllMusic Review by James Manheim

„Der spanische Pianist Alejandro Picó-Leonís zieht mit seinem Musizieren den Hören förmlich in den Bann. Dies gelingt ihm durch ein schnörkelloses und von jeglicher Äußerlichkeit befreites Klavierspiel, das vor allem den Mozart-Werken eine herbe Schönheit und Kraft verleiht...der große, dynamisch-kühne Spannungsverlauf, der die ganze Interpretation prägt, lässt in Picó-Leonís einen genuinen Beethoven-Interpreten der Zukunft erkennen."

FONO FORUM

"Exquisitely beautiful playing of these Mozart variations. The divine Clara Haskil, herself, would be thrilled."

Tom Deacon, Executive Producer/Philips Great Pianists of the 20th Century

"A fluid and sovereign playing, a clear and beautiful touch, a stylistically confident interpretation: Alejandro Picó-Leonís has everything to do justice, in costrasting ways, to this varied program."

Remy Frank, PIZZICATO